Mobbing: Der Begriff Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet soviel wie anpöbeln, fertig machen (mob = Pöbel, mobbish = pöbelhaft). Dahinter steckt andauernder Psychoterror am Arbeitsplatz und in der Schule. Mobbing steht für alle böswilligen Handlungen, die kein anderes Ziel haben, als zum Beispiel eine Mitschülerin oder einen Mitschüler fertig zu machen. Dazu gehören hinterhältige Anspielungen, Verleumdungen, Demütigungen, Drohungen, Quälereien oder sogar sexuelle Belästigungen.

Mobbing beginnt meist mehr oder weniger harmlos, der Verlauf ist schleichend. Die Betroffenen nehmen die Gehässigkeiten und dummen Sprüche zuerst auf die leichte Schulter. Niemand will sie so recht wahrhaben. Doch die Angriffe weiten sich aus und nagen sozusagen am Selbstvertrauen des Opfers. Es verliert zunehmend sein Ansehen in der Schule und wird zum Freiwild abgestempelt. Die Mitschülerinnen und Mitschüler beginnen sich von der oder dem Betroffenen zu distanzieren und unterschlagen etwa Informationen. Schuldzuweisungen und die Verbreitung von Gerüchten beginnen dann. Der oder die Gemobbte wird bei Mitschülern und Lehrern dauernd angeschwärzt. Schließlich folgen Dinge wie Telefonterror, mündliche und schriftliche Drohungen, abwertende Blicke oder Gesten. Man spricht nicht mehr mit dem oder der Betroffenen, man wird wie Luft behandelt.

Es gibt noch viel mehr Gemeinheiten, die man an Mobbing-Opfern ablässt: Hinter dem Rücken des Betroffenen wird schlecht über ihn gesprochen, man macht jemanden lächerlich, man verdächtigt jemanden, psychisch krank zu sein oder man misshandelt das Opfer sogar körperlich.
Mobbing ist ein Phänomen, das sich durch alle soziale Schichten und durch alle Altersklassen zieht. Am Mobbing können sogar Lehrerinnen und Lehrer beteiligt sein. Am Arbeitsplatz wird Mobbing von Vorgesetzten gezielt eingesetzt, um Leute aus dem Betrieb wegzuekeln. So sparen sich Unternehmen teure Abfindungen. In der Schule werden beispielsweise eigene Minderwertigkeitskomplexe an Mitschülern ausgelebt. Den „Tätern“ macht das Quälen einfach Spaß. Meist leben sie den eigenen Frust durch die Aggressionen gegen Schwächere aus. Auch Neid, Wichtigtuerei in der Clique und ein schlechtes Elternhaus können Gründe dafür sein, dass jemand einen anderen mobbt.

Mobbing-Opfer sind oft Außenseiter, die vielleicht anders gekleidet sind, neue Mitschüler, die zu dünn oder zu dick sind, eine andere Hautfarbe haben oder sonst irgendwie anders als die anderen sind. Wenn du mitbekommst, dass jemand in deiner Schule gemobbt wird, dann schau nicht zu. Rede mit den Beteiligten und versuche zu klären, warum das "Opfer" geärgert wird. Du kannst auch die Lehrer oder die Eltern des oder der Betroffenen darüber informieren, was an der Schule so passiert. Der oder die Betroffene sollte auch nicht schweigen und versuchen mit den "Mobbern" zu reden. Warum macht ihr das? Wenn gar nichts hilft sollte man sich einem Lehrer oder einer Lehrerin und den Eltern anvertrauen. Denn einfach abwarten oder gar die Schule schwänzen macht alles nur noch schlimmer.