Wieso kann man manchmal nicht so gut schlafen? Du hast schlecht geschlafen?

Die ganze Nacht hast du dich im Bett umhergewälzt? Das kann ganz schön ätzend sein. Das schlimme an Schlafstörungen ist, dass man einerseits schlaff durchhängt, wenn es zur Schule geht, und man andererseits oft nicht weiß, woran es gelegen hat. Schlafstörungen treten oft vorübergehend auf und sind dann aber noch nicht als eigentliche Störung des Körpers anzusehen. Anders ist es, wenn sich Schlafstörungen über Wochen oder Monate hinweg erstrecken. Dann handelt es sich um echte Störungen, die ein Arzt behandeln muss. Die Ursachen der Schlafstörungen sind sehr unterschiedlich. Ärger in der Schule oder in der Familie kann beispielsweise dazu führen, dass man schlecht schläft. Aber auch Schmerzen verhindern einen ruhigen und gesunden Schlaf. Oder kannst du dir vorstellen, dass jemand mit Bauchweh oder ´nem vereiterten Backenzahn gut schläft? Bestimmt nicht.

Ernsthafte Krankheiten können ebenso den Schlaf stören. So zum Beispiel Depressionen oder Herzkrankheiten. Manchen Menschen haben nachts heiße oder unruhige Füße und können deshalb nicht schlafen. Absolute Schlafkiller sind Drogen wie Koffein und Alkohol sowie bestimmte Medikamente wie Appetitzügler oder manche Allergiemittel. Wer am späten Abend den angebotenen Kaffee dankend ablehnt, ist kein Muffel, sondern jemand, der gerne ruhig schlafen möchte. Auch die Angst vor der nächsten schlaflosen Nacht kann übrigens eine Schlafstörung verstärken.

Wenn du unter echten Schlafstörungen leidest ist es in erster Linie wichtig, herauszufinden woher die Schlafstörungen kommen. Dann muss die Ursache beseitigt werden. Das ist nicht immer ganz einfach. Und eine laute Landstraße vor dem Schlafzimmerfenster kann man nicht beseitigen. Bei länger anhaltenden Schlafstörungen solltest du in jedem Fall den Arzt aufzusuchen und mit ihm gemeinsam festzustellen, woher die Schlafstörungen kommen und was man dagegen tun kann. Wird keine Ursache gefunden, können Untersuchungen in einem so genannten Schlaflabor weiterhelfen. Bei leichteren Formen der Schlafstörung gibt es verschiedene Möglichkeiten, wie du zu einem gesunden Schlaf kommst. Entspanne dich mit einem warmen Bad. Du kannst auch verschiedene Zusätze ins Badewasser tun, welche die Entspannung zusätzlich begünstigen. Zum Beispiel Melissen-, Baldrian-, oder Hopfenzusätze, die man im Reformhaus oder in der Apotheke bekommt. Schwerwiegende Probleme oder Sorgen sollten nicht vor dem Einschlafen diskutiert werden. Also keine Taschengelddiskussionen am Abend. Auch ein Glas warme Milch mit Honig kann gegen Schlaflosigkeit helfen.

Wenn du absolut nicht einschlafen kannst, dann stehe auf und beschäftige dich noch eine Weile. Lies etwas oder höre entspannende Musik. Und: Nicht zu spät und nicht zu viel am Abend essen. Das liegt "schwer" im Magen. Aber bitte auch nicht hungern. Denn auch hungrig schläft es sich ebenfalls schlecht. Wichtig ist auch frische Luft. Daher solltest du dein Zimmer ausreichend lüften und die Raumtemperatur sollte 18 Grad Celsius nicht überschreiten. Sorge für ausreichend Ruhe und Dunkelheit im Zimmer. Natürlich sind auch ein gutes Bett und eine gute Matratze Voraussetzung für einen erholsamen Schlaf. Ach ja, unmittelbar vor dem Schlafen gehen solltest du keinen Sport treiben, da sonst der Kreislauf zu sehr angeregt wird. Gute Nacht!